Diskriminierungen 2010
Aarau, 4. Mai 2010
Die bürgerliche Mehrheit des Grossen Rates erklärt einen Antrag auf Einreichung einer Standesinitiative als erheblich, wonach der Kanton ein nationales Burkaverbot fordern solle. Sie folgt damit einem Antrag des Schweizer Demokraten (SD) René Kunz. Einige Wochen später erklärt die zuständige Kommission für öffentliche Sicherheit (SIK), dass ein solches Verbot "äusserst willkürlich" sei und dem Diskriminierungsgesetz widersprechen würde. Die Kommission schlägt deshalb eine Standesinitiative vor, die das Tragen von Kleidungsstücken, die das Gesicht ganz oder teilweise verhüllen, untersagt. Dabei sollen Ausnahmen wie Winterbekleidung, einheimisches Brauchtum oder gesundheitliche Gründe berücksichtigt werden.<< zurück
Lausanne, 12. Mai 2010
Eine 22jährige Studentin, deren Vater aus Martinique stammt, will sich bei Hochzeitvermittlungsagentur "Vie à Deux" einschreiben. Eine Stunde nachdem sie per Internet das Antragsformular ausgefüllt hat, frägt eine Agenturmitarbeiter telefonisch nach der Herkunft der Antragsstellerin und erwidert dann, dass dies nicht gehe.<< zurück

