Drohungen, Belästigungen 2010
Zürich, 24. April 2010
In einem Interview im Boulevard "Blick" berichtet Ruth Müller auch, was sie als Frau schwarzer Hautfarbe erlebt. Sie erzählt beispielsweise: "Am meisten erstaunt es mich, wenn man mir, wie kürzlich, ein gut angezogener Business-Mann im Tram plötzlich «Negerschlampe» nachruft." Oder auch: "Vor zwei Wochen war ich in einem überfüllten Zug unterwegs. Dann musste ich aussteigen. Ich zwängte mich an einem älteren Schweizer Paar vorbei. Die Frau sagte: «Das ist diese Art von Leuten, die den ganzen Zug verpesten!"<< zurück
Basel, 7. Mai 2010
Die Gratiszeitung "20Minuten" berichtet: "Riehen am Dienstagnachmittag: Zwei türkische Frauen wollen einkaufen gehen, als sie von einem älteren Herrn wegen ihrer Kleidung angepöbelt werden. Gleichentags macht ein Autofahrer auf dem Zebrastreifen aggressive Handzeichen und gibt Vollgas. Die Opfer wollen anonym bleiben, betonen aber, dass es nicht ihr erstes derartiges Erlebnis war. 'Solche Vorfälle haben seit der Minarett-Initiative zugenommen', sagt Serhad Karatekin, Präsident der Islamischen Jugendvereinigung Basel. ?Vor allem ältere Frauen würden beschimpft.'"<< zurück
Estayer-le-Lac FR, 6. Juni 2010
Auf einem Feld in der Nähe der Autobahnausfahrt wollen sich Fahrende mit rund 60 Wagen einrichten. Albert Bachmann, Landbesitzer, Gemeindepräsident und Grosser Rat (FDP) will die Ankommenden jedoch vertreiben lassen. "Die Zigeuner haben bei uns nichts zu suchen. Sie belästigen die Bürger et verursachen grosse Schäden auf den Feldern." (Les gitans n'ont rien à faire chez nous. Ils harcèlent les citoyens et occcasionnent des dégâts importants dans les champs.) Der Sohn und Jungbauer Frédéric Bachmann verspritzt daraufhin - entgegen den Anordnungen der Polizei - Gülle auf dem Feld, bis auf wenige Meter an die Wohnwagen. Fahrende ergreifen daraufhin Beile und Metallstäbe, der Jungbauer macht sich daraufhin mit seinem Traktor davon. Bauer Bachmann hingegen meint: "Die Polizei müsste eigentlich verhindern, dass sich Zigeuner einfach niederlassen können." Im Gegensatz zu anderen Kantonen verfügt Freiburg über keine offizielle Durchgangsplätze.<< zurück

